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Kündigungsrecht bei Strompreiserhöhungen

 Eine Preiserhöhung des Stromanbieters berechtigt Kunden nicht automatisch zur vorzeitigen Kündigung des Vertrages. Das erklärt Evelyn Keßler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart laut einem Bericht von Web.de.

 

Viele Stromkunden hätten mittlerweile Sonderverträge abgeschlossen. "Darin stehen im Kleingedruckten oft auch entsprechende Klauseln für den Fall einer Preiserhöhung." Ob und wie schnell Verbraucher im Falle einer Preiserhöhung den Stromanbieter wechseln können, lasse sich deshalb nicht pauschal sagen. Wer jedoch glaube, beim Kleingedruckten gehe es nicht mit rechten Dingen zu, könne sich von einem Juristen beraten lassen. Diese Mühe könnten sich Verbraucher sparen, die ihren Strom noch von einem ehemaligen Monopolisten beziehen: Bei solchen Grundversorgungsverträgen gelte ohnehin eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum Monatsende, so dass ein Wechsel sowieso relativ kurzfristig machbar sei.

 

Bei einem Wechsel des Anbieters könne es durchaus zu Problemen kommen, so die Verbraucherschützer. Dass der Kunde am Ende jedoch ohne Strom dasteht, sei sehr unwahrscheinlich. Schließlich müsse im Notfall der Stromanbieter, der früher vor Ort das Monopol innehatte, den Haushalt beliefern.


WGs bei Studierenden am beliebtesten

 Studierende leben am liebsten in Wohngemeinschaften (WGs): Mit einem Anteil von 25 % ist die WG die beliebteste und wichtigste Wohnform aller Studierenden in Deutschland. 23 % wohnen noch bei ihren Eltern - deutlich mehr Männer (26 %) als Frauen (19 %). Diese Gruppe ist allerdings am unzufriedensten mit ihrer Wohnsituation. Nur noch 2 % der Studierenden wohnt zur Untermiete. Das geht aus der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) hervor.

 

Je ein Fünftel wohnt alleine oder mit Partner bzw. Partnerin, 11 % der Studierenden leben im Wohnheim, am häufigsten in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern.

 

Mit einer durchschnittlichen Monatsmiete von 201 EUR einschließlich aller Nebenkosten ist das Wohnheim die mit Abstand günstigste Wohnform. Im Bundesdurchschnitt geben Studierende für die Miete im Wohnheim 266 EUR im Monat aus. Die 58 Studentenwerke in Deutschland bieten in ihren mehr als 1.000 Wohnheimen bundesweit rund 180.000 Plätze.


Sturmschäden nicht absetzbar

 Kosten für Reparaturen nach Orkanschäden können nicht als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abgesetzt werden. Das geht aus einem Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz (Az.: 3 K 2099/03) hervor, von dem der Otto-Schmidt-Verlag berichtet.

 

Im konkreten Fall wollte ein Mann die Kosten für den Wiederaufbau seiner durch einen Orkan beschädigten Grundstücksmauer als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Es handelte sich um eine Summe von rund 7.400 EUR. Die Mauer sei zum Schutz seiner Privatsphäre absolut notwendig, argumentierte er. Das Finanzamt erkannte den Kostenabzug jedoch nicht an.

 

Die Richter wiesen die Klage zurück. Der Mann hätte die Kosten für den Wiederaufbau der Grundstücksmauer vermeiden können, wenn er sich zuvor um eine Sturm-Versicherung gekümmert hätte. Diese würde bei Orkanschäden greifen. Zudem sei nur die Mauer, nicht aber das Haus des Klägers beschädigt worden. Eine Mauer gehöre jedoch nicht zum existenziell wichtigen Bereich.


Mietminderung nach Modernisierung

 Mieter haben das Recht, die Miete zu mindern, wenn sie nach Modernisierungsarbeiten erheblichen Aufwand betreiben müssen, um die Wohnung wieder in einen saubereren Zustand zu versetzen. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Hamburg hervor (Az.: 48 C 230/06), von dem Web.de berichtet.

 

Im vorliegenden Fall hatte ein Vermieter gegen eine Mieterin geklagt. Der Mann hatte Modernisierungsarbeiten im Bad der Frau durchführen lassen. Beim Abschlagen alter Fliesen wurde von den Handwerkern Staub aufgewirbelt, der sich in der gesamten Wohnung wie ein Film über die Möbel legte. Die Frau minderte daraufhin die Folgemiete um 100 EUR. Sie machte geltend, dass sie für die Reinigung der Wohnung insgesamt zehn Stunden benötigt habe.

 

Die Richter wiesen die Klage ab. Die Mieterin habe mit Fotos ausreichend belegt, dass sie Fußböden säubern, Fliesen scheuern und selbst im Schrank aufbewahrtes Geschirr habe nachspülen müssen. Den Satz von zehn Euro pro Arbeitsstunde hielten die Richter für angemessen.


Umfrage: Urlauber lassen Freunde einhüten

 Bei über 50 % der Deutschen schauen gute Bekannte oder Verwandte nach dem Rechten, wenn sie selbst im Urlaub sind und Wohnung oder Haus in dieser Zeit leer stehen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Immobilienportals "Immowelt.de" hervor.

 

Neben Bekannten und Verwandten sind auch oft Nachbarn bereit, ein Auge auf die leere Wohnung nebenan zu werfen, die Blumen zu gießen und den Briefkasten zu leeren. Rund 23 % der Deutschen lassen ihren Schlüssel im Falle einer Urlaubsreise im unmittelbaren nachbarschaftlichen Umfeld. Glück für diejenigen, die einen Mitbewohner haben, denn dann muss eine Aufsicht der Wohnung erst gar nicht organisiert werden.

 

Bei 19 % der Befragten gibt es allerdings niemanden, der diese Aufgaben wahrnimmt, das Zuhause bleibt unbeaufsichtigt. Bei der Umfrage wurden insgesamt rund 1.200 Personen befragt. Mehr Tipps für die Sicherheit zu Hause gibt es im Internet unter der Adresse wohnen.deinwohnen.at/aktuelles/sicherheitstipps-fur-die-urlaubszeit.aspx.


Nichtraucher-Seminare oft wirkungsvoll

 Der Besuch eines Nichtraucher-Seminars führt bei mehr als der Hälfte der Teilnehmer dazu, dass diese das Rauchen langfristig lassen. Das zeigt eine Studie der Medizinischen Universität Wien. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass 51,6 % der Teilnehmer auch drei Jahre nach dem Besuch des Seminars nicht wieder mit dem Rauchen angefangen haben.

 

Im Rahmen der Studie wurden 483 Personen befragt. Diese hatten durchschnittlich drei Jahre zuvor an einem Nichtraucher-Seminar nach der Allen Carr-Methode ("Endlich Nichtraucher!") im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsvorsorge eines großen Industrieunternehmens teilgenommen. Zusätzlich wurden die Angaben bei einem Teil der Studienteilnehmer durch Labortests überprüft.

 

51,6 % der Befragten gaben an, seit dem Seminar nicht mehr zu rauchen, 48,4 % waren zwischenzeitlich rückfällig geworden. Ihren allgemeinen Gesundheitszustand stuften gut 41 % der Teilnehmer nach dem Seminar als "viel besser" oder "etwas besser" im Vergleich zu früher ein. 1,5 % hielten ihn für "etwas schlechter". Rückfällige Raucher berichteten allgemein im Vergleich zu den Nichtrauchern über eine deutlich schlechtere Gesundheitsentwicklung und litten z.B. häufiger an Infekten.